Zimmer streichen - Checkliste was brauche ich?

 

Ihr kennt die Situation vielleicht: ihr wollt eure Zimmer schön streichen, legt voller Energie los und stellt nach kurzer Zeit fest, dass euch einiges an Werkzeug fehlt, die Farbe nicht reicht und die Leiter zu niedrig ist und nicht für die Höhe bestimmt ist.
Die Motivation ist im Keller und das Zimmer wird einfach nicht fertig. Damit das nicht passiert, haben wir eine kleine Checkliste für euch zusammengestellt. Somit könnt ihr vorab schon alles besorgen, um euch ganz auf das Streichen konzentrieren zu können. In unserem Malerbetrieb verwenden wir übrigens auch eine Liste, um dafür zu sorgen, dass die Gesellen alles mit zur Baustelle nehmen und dort gleich loslegen können.

 

  1. Abdeckmaterial:
    Am Besten eignet sich eine dünne Folie und Klebeband in der Breite 30-38 mm. Für den Innenbereich kann man einfaches Krepp verwenden. Wer Wert auf scharfe und exakte Kanten legt, sollte goldenes (gelbes) Klebeband benutzen. Dieses lässt sich wieder einfach entfernen und die Farbe läuft nicht darunter. Wir setzen zum Abdecken immer zusätzlich Malervlies ein - es lässt sich mehrfach verwenden und schont so die Umwelt.

 

  1. Leiter:
    Eine stabile Haushaltsleiter sollte es schon sein. Hier habt ihr einen sicheren Stand und könnt die Arbeiten gut ausführen. Man sollte vor Beginn der Arbeiten kontrollieren, ob die Leiter hoch genug ist. Wir verwenden Stehleitern aus Alu oder Holz, die oben eine Ablagefläche haben oder einen Haken, an dem man den Farbeimer einhängen kann. Ungeeignet sind Stühle oder Tische!

 

  1. Streichwerkzeug:
    Zum Umrühren der Farbe verwenden wir entweder einen Heizkörperpinsel mit langem Stiel, ein Rührholz oder einen Akuschrauber mit kleinem Rührer. Für das Streichen der  Wandecken verwendet man am Besten eine Pinsel in der breite 80 -100 mm. Achtung: unbedingt Borsten verwenden, die für wasserverdünnbare Farben geeignet sind.
    Für große Flächen: mittelfloriger Roller ca. 25 cm breit
    Für kleine Ecken oder Flächen: mittelfloriger Roller ca. 10 cm breite
    (Insiderwissen: diese Farbroller werden umgangssprachlich meist als Lammfellrollen bezeichnet)
    Wichtig ist außerdem ein Abstreifgitter, das ihr in den Farbeimer steckt und auf dem ihr überschüssige Farbe abstreift. Für Decken empfehle ich eine Teleskopverlängerung, so kann man Deckenflächen bequem vom Boden aus beschichten.
    Zu guter letzt braucht ihr eventuell noch einen 10-15 ltr fassenden, sauberen Farbeimer, in den ihr die zu streichende Farbe umfüllen könnt.

 

  1. Folgende Werkzeuge sind auch sehr hilfreich:
    Phasenprüfer - um Steckdosen und Schalter zu entfernen (vorher natürlich Strom abstellen!). Unsere Empfehlung: immer vor dem Streichen entfernen und nach dem Säubern wieder montieren. Abkleben ist nur die zweitbeste Alternative.
    Eine Kombizange kann helfen vorhandene Nägel zu entfernen.
    Ein Cuttermesser mit scharfer Klinge hilft ungemein beim Abkleben - hier das Messer beim Schneiden immer ganz Flach halten so geht es am einfachsten.
    Ein Meterstab, eine Wasserwaage und ein Bleistift werden benötigt wenn Flächen gestalterisch zu unterteilen sind. 

 

  1. Untergrundvorbereitung:
    Meist sind an den Wänden kleine Löcher oder Risse vorhanden. Mein Tipp: für kleine Beschädigungen gibt es fertige Spachtelmasse aus der Tube, die mit einer Stilspachtel verarbeitet wird. Bei tieferen Löchern empfehle ich pulverförmige Gipsspachtelmasse, die vor der Verarbeitung angerührt wird. Diese kann auch bei größeren Löchern gut durchtrocknen und fällt nicht ein. Für Risse in den Ecken verwenden wir bei glatten Untergründen Acryl aus der Tube (20% Dehnung) oder bei Rissen im Putz Strukturacryl (Acryl mit Körnung) - natürlich benötigt ihr dazu eine passende Pistole.

 

  1. Farbe in ausreichender Menge:
    Eine Faustregel für den Innenanstrich besagt, dass man pro Anstrich und Quadratmeter ca. 150-200 ml Farbe benötigt. Für eine Decke 3*4 Meter (12 qm) benötigt ihr als ca. 2,5 ltr. für einen Anstrich (bei zwei Anstrichen = 5 ltr.). Je nach Qualität der Farbe reicht oft ein Anstrich. Ich empfehle immer hochwertige Innenwandfarbe zu verwenden.
    Hier könnt ihr lesen warum: https://www.rooomer.de/blog/warum-eine-hochwertige-wandfarbe-verwenden

 

  1. Außerdem noch schön:
    Ein Müllsack, damit man später wieder alles schön zusammenräumen kann.
    Arbeitshandschuhe, damit die Hände schön sauber bleiben.
    Ein Mütze ist gut bei Arbeiten über Kopf, so bleiben die Haare farbfrei.
    Festes Schuhwerk damit man einen guten Stand hat. Ein Baustrahler kann gute Dienste leisten, sollte es sich um einen dunklen Raum handeln.
    Mit einem feuchten Microfasertuch oder einem Schwamm könnt ihr kleine Farbklekse ganz einfach entfernen.
    Mein Tipp: ein Radio. Lieblingsmusik anschalten oder die Lieblingsplaylist anhören - da geht mit Sicherheit die Arbeit viel leichter von der Hand. 
  1. Zeit nehmen:
    Plant genügend Zeit ein, damit ihr nicht unter Zeitdruck steht.
    Ausräumen, abkleben, sauber machen und wieder einräumen - da ist pro Raum schnell ein Tag rum. Manchmal benötigt man noch einen zweiten Anstrich und hat Trocknungszeiten (hier darf man nicht ungeduldig sein).
    Plant einfach ein paar Stunden mehr ein, dann könnt ihr die Arbeiten in Ruhe erledigen.
    Und noch was: zu Zweit macht es mehr Spaß - es geht alles ein wenig einfacher und schneller.

 

So jetzt seid ihr gut gerüstet und könnt mit dem Renovieren los legen. Ich wünschen euch viel Spaß.

Hier noch der Link zum Download der Checkliste

https://www.rooomer.de/media/pdf/0c/26/49/Chekliste-Zimmer-streichen.pdf

 

Euer Christian - mach´s dir schön

 

 

 

 

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